Nimm der Kontrolle ihren Schrecken

Nimm der Kontrolle ihren Schrecken: Kontrolle als Unterstützungs-Tool

Wie hältst du als Führungskraft es eigentlich mit dem Kontrollieren und der Kontrolle?

Gehörst du zu denjenigen Führungskräften, die Kontrolle lieber vermeiden, weil es dir unangenehm ist? Oder findest du, dass das Sprichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ seine Berechtigung hat?

Kontrolle: allein der Begriff reicht schon aus, um emotionale Diskussionen rund um das Thema Mitarbeiterführung auszulösen.

Ich selbst finde ja, dass Kontrolle ein elementarer Bestandteil von Mitarbeiterführung ist und sein sollte.

Deswegen spreche ich heute besonders diese Punkte an:

  • Auf deine Einstellung kommt es an: Kontrolle als Überwachung oder als Unterstützungs-Tool?
  • Von der Notwendigkeit der Kontrolle
  • Wer als Führungskraft nicht kontrolliert, muss sich nicht wundern, wenn er sein Ziel nicht erreicht.
  • Alles eine Frage der Frequenz: Welcher Mitarbeiter braucht welche Form der Kontrolle und in welcher Häufigkeit?
  • Kommuniziere transparent, wie du als Führungskraft die Kontrolle siehst und was du mit ihrer Hilfe erreichen möchtest

Sonnige Grüsse. Dein Alexander

Shownotes

Mitdiskutieren zum Thema „Kontrolle in der Mitarbeiterführung“: zum Facebook Post

Vielleicht auch interessant für dich: 6 do`s and don`ts, die dir das Delegieren vereinfachen

Als Führungskräfte-Trainer biete ich spannende Führungsseminare auch für dein Unternehmen an, und zwar in Deutschland, Schweiz und Österreich.
Hier eine Übersicht der wichtigsten Führungsseminare.
Welches dieser Themen ist in deinem Unternehmen das dringendste?

 

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Raus aus der Expertenfalle

Raus aus der Expertenfalle: Darum musst du als Führungskraft nicht der fachlich Beste im Team sein

Klar, im Internet sind rund um das Thema Mitarbeiterführung viele Beiträge zu finden. Uih, und was musste ich da neulich lesen … In einem HR Blog ging es darum, was man tun kann, damit man als Führungskraft von seinen Mitarbeitenden respektiert wird.

Der Artikel war eh nicht sehr tiefgründig, aber einer der dort genannten Punkte hat mich aufgeregt. Es wurde dazu geraten als Führungskraft doch besonders viel Expertenwissen anzusammeln, damit die Mitarbeitenden mit ihren Fragen zu dir kommen müssen.

Sorry, aber so einen Scheiss habe ich lange nicht gehört bzw. gelesen. Jetzt mal ehrlich: willst du dir als Führungskraft so den Respekt deiner Mitarbeitenden verdienen? „Ich weiss mehr als alle anderen hier und deswegen brauchen mich meine Mitarbeitenden.“

Und noch viel wichtiger: Glaubst du, dass dich jemand auf diese Art und Weise respektieren wird?

Naja, zumindest hat mich der Artikel dazu inspiriert in dieser Folge das Thema „Die Führungskraft als Fachexperte“ in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei bespreche ich unter anderem diese Punkte:

  • Ohne Fachwissen keine Beförderung zur Führungskraft.
  • Warum mit der Beförderung auch die Expertenfalle zuschnappt.
  • Die wichtigsten Punkte, warum die Anhäufung von Expertenwissen nicht zielführend für deinen Führungsjob ist.
  • Was es mit deinen Mitarbeitenden macht, wenn du nicht nur Führungskraft, sondern auch der Top-Experte im Team bist.
  • Meine Tipps, wie du dir wirklichen Respekt verdienen kannst.

Viele Grüsse. Dein Alexander

Shownotes

Die Führungskräfte in deinem Unternehmen wollen mehr über Mitarbeiterführung erfahren?
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Gesunde Ernährung trotz Stress im Führungsalltag?

Gesunde Ernährung trotz Stress im Führungsalltag? So bekommst du lästige Gewichts- und Energieprobleme in den Griff

Wenn du manchmal ein Mittagstief hast, müde und träge bist und sogar weniger gut Entscheidungen im Berufsalltag fällen kannst, könnte dein Essverhalten die Ursache dafür sein.
Wie du als Führungskraft eine gute Ernährung tatsächlich im Alltag umsetzen kannst, erfährst du in dieser Folge!

Gestaltet wird diese „Fitness-Folge“ von Janina Lemme. Janina ist Sportwissenschaftlerin und Personal Trainerin und betreut viele Führungskräfte, die ihre Ernährung optimieren wollen. Regelmässige Tipps bekommst du übrigens in ihrem Podcast „Unperfekte perfekte Ernährung“.

In der heutigen Podcastfolge von „Führung kann so einfach sein“ bespricht Janina einzelne Ernährungs-Strategien am Hotelbuffet, unterwegs im Auto, im Restaurant oder bei Geschäftsessen. Außerdem erfährst du wie Gewohnheiten funktionieren und warum wir oft nicht das umsetzen, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten.

Janina beleuchtet

  • welche speziellen Herausforderungen es gibt, wenn du als Führungskraft viel unterwegs bist und keine Zeit für eine ausgewogene Mahlzeit hast.
  • auf was es bei der Ernährung ankommt und warum das so wichtig ist, auch um gute Entscheidungen zu treffen.
  • wie du Energietiefs vermeidest und nicht mehr in die böse Zuckerfalle tappst.
  • wie du mit ein paar Grundregeln lästige Gewichts- oder Energieprobleme vermeiden kannst.
  • welches die besten Ernährungstipps sind, wenn du denn schon keine Zeit für ein optimales Essen hast.

Du willst mehr über die wichtigsten Aspekte der Mitarbeiterführung erfahren? Dann ist vielleicht meine Führungsausbildung in Hamburg das Richtige für dich: Spannende Themen, viel Praxis, nette Leute und das alles im Sommer in einer der schönsten Städte Deutschlands 🙂 Nur ein Termin in 2018!
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Shownotes

Janina`s Podcast „Unperfekte perfekte Ernährung“ auf iTunes

Podcast-Website: http://www.changelife-berlin.de/podcast

Janina`s Facebook-Community

Ebook “Die 12 häufigsten Ursachen, weshalb Ernährungsumstellungen scheitern”: https://yourway-online.de

Übernimm bloss kein Team, wenn dein Vorgänger noch da ist

Blöde Idee: Übernimm als Führungskraft bloss kein Team, wenn dein Vorgänger noch da ist

Diese Folge verdanke ich Marco, denn von ihm kommt folgende Frage: „Ich übernehme die Stelle von jemanden, der pensioniert wird und noch im Team ist. Was muss ich da unbedingt beachten?“

In dieser Folge gehe ich auf die wesentlichen Aspekte einer solchen Konstellation ein, wenn also der Vorgänger/die Vorgängerin noch da ist und womöglich dann zwei Führungskräfte über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten (oder eben nicht kooperieren).

Folgende Punkte spreche ich heute an:

  • warum es vor allem viele Fragen aufwirft, wenn der Vorgänger noch da ist
  • warum das Bild von Obama/Trump hier weiterhilft die Nachteile einer solchen Situation aufzuzeigen
  • dass es vor allem auch das Team ist, dass unter zwei Führungskräften leidet und verwirrt wird
  • welche Lösungen es jedoch gibt, wenn das Thema frühzeitig angegangen wird
  • und wie eine Übergabe ohne Irritationen ablaufen könnte

Viele Grüsse. Dein Alexander

Shownotes

„Führung kann so einfach sein“ auf Facebook

„Mein Vorgänger und ich führen das Team zusammen: wie kann das gelingen?“ Diskutiere mit und sag deine Meinung: hier geht`s zum Post

 

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Darum schmeisst HR deinen schlechten Mitarbeiter nicht raus

Das solltest du als Führungskraft wissen:
Darum schmeisst der Personalbereich deinen schlechten Mitarbeiter nicht raus

Interview mit der HR-Expertin Diana Roth

Kaum eine Frage berührt Führungskräfte wie dich so sehr wie „Warum schmeisst HR meinen schlechten Mitarbeiter nicht einfach raus?“

Da gehst du immer und immer wieder wegen der unterirdischen Leistung deines Mitarbeiters zu HR und du wirst vertröstet.
Oder weil der schlechte Mitarbeiter alt ist, heisst es dann: „Er hat ja nur noch 5 Jahre bis zur Rente“.

Bestimmt hast du so eine Situation schon erlebt und warst frustriert über den mangelnden Support vom Personalbereich. Oder du hast von solchen Fällen gehört und dich gefragt, warum da einfach nichts passiert.

Diesen Fragen will ich heute auf den Grund gehen und habe mir dazu mit Diana Roth eine versierte HR-Expertin geholt.
Diana ist seit 33 Jahren aktive Personalleiterin und HRM-Coach/Trainerin für Frauen, die im HRM arbeiten. Sie ist Podcasterin, Fachbuchautorin, Prüfungsexpertin bei HR-Lehrgängen und Inhaberin der „roth HRM-Akademie, switzerland“ mit verschiedenen Online-Kursen.

Schlechte Mitarbeiter loswerden: Wie sind in solchen Fällen deine Erfahrungen mit dem Personalbereich?

Herzliche Grüsse. Alexander

Shownotes:

Hier bekommst du Diana`s 26 HRM-Tipps für deine Personalarbeit http://dianarothcoaching.com/fuehrung/

Diana`s Podcast: Https://itunes.apple.com/at/podcast/abenteuer-hrm/id1211107963?mt=2

Website: www.dianarothcoaching.com

Xing:   http://bit.ly/2rXCh5W

Linkedin: http://bit.ly/2fB6dAV

Facebook: http://bit.ly/2xSWJv9

 

Coache dich selbst als Führungskraft

Coache dich selbst als Führungskraft: Die Säulen des Lebens

Vielleicht ist dieses Tool ja auch etwas für dich. Es eignet sich hervorragend, um Klarheit über deine jetzige Lebens- und Arbeitssituation zu bekommen.

Mit den „Säulen des Lebens“ erhältst du eine tolle und umfassende Momentaufnahme deines Lebens mit seinen verschiedenen Lebensbereichen.

Du erkennst schnell, wo du zufrieden und wo unzufrieden bist und in welchen Bereichen du ganz konkret etwas zum Positiven verändern möchtest.

Shownotes:

Beispiele-Saeulen-des-Lebens

Seminarflyer Führungsausbildung in Hamburg

Transkript der Folge

Hallo, ich grüße dich. Hier ist Alexander von fit.for.leadership. und du hörst eine neue Folge von “Führung kann so einfach sein”.

Gehörst du zu denjenigen, die sich speziell zum Jahresanfang etwas Neues vornehmen? Oder bist du derjenige, der mit Neujahrsvorsätzen nichts anfangen kann?

Ich selbst würde von mir sagen, dass ich nicht unbedingt ein Fan von Neujahrsvorsätzen -im Sinne von “Ab 1.1. wird alles anders!”- bin, aber ich nehme mir durchaus einige Ziele vor, die ich im neuen Jahr erreichen möchte.

Auch was den Podcast angeht wird es 2018 etwas Neues geben: ich veröffentliche im 1. Halbjahr neu zwei Folgen pro Monat statt bisher einmal monatlich. Außerdem möchte ich noch mehr als bisher interessante Personen mit Spezialthemen zum Podcast einladen. In 2017 habe ich zwei Interviews geführt und veröffentlicht; für 2018 habe ich zwei Interviews bereits im Kasten, eine weitere Folge wird von einem Gast produziert und weitere Kooperationen sind in Planung.

Außerdem habe ich meine Führungsausbildung in Hamburg inhaltlich etwas verändert: so sind als neue Themen “Stressmanagement”, “agil Führen” und “Fitness im Job” dabei. Dafür habe ich weitere Experten ins Boot geholt, die in Hamburg mit am Start sind.
Und ich habe für die Führungsausbildung auch verschiedene Preis-/Leistungspakete geschnürt, so dass du als Teilnehmer hier eine breitere Auswahl hast und aussuchen kannst, welches Paket als Teilnehmer am besten zu dir passt.

Ja, das sind so zwei meiner Ziele für das neue Jahr. Bevor ich mir diese Ziele aber gesetzt habe, habe ich eine Bestandsaufnahme gemacht. Ziele zu setzen ist zwar schön, aber für mich gehört auch eine Situationsanalyse dazu und diese kommt für mich an erste Stelle. Also erst Situationsanalyse, dann Zielsetzung.

Und wie habe ich das gemacht? Ich habe mich dieses Jahr wieder an ein Selbstcoaching-Tool erinnert und es hat mir sehr geholfen meine Analyse vorzunehmen und meine Ziele zu setzen. Keine Ahnung, warum ich das im letzten Jahr nicht genutzt habe. Aber dieses Jahr habe ich mich wieder dran erinnert und ich möchte es dir in dieser Podcast Folge gerne vorstellen. Und zwar wird dieses Tool “Die fünf Säulen” genannt. Oder auch “Säulen des Lebens” oder die “Säulen der Identität”. Vielleicht ist dieses Tool ja auch etwas für dich, um eine Bestandsaufnahme zu machen und auch Klarheit in deine jetzige Lebens- und Arbeitssituation zu bringen.

Dabei geht es gar nicht mal speziell um deinen Job als Führungskraft, sondern um deine Gesamtsituation als Person mit unterschiedlichen Rollen und Lebensbereichen.

Es geht bei diesem Selbstcoaching-Tool darum, dass du dir verschiedene Lebensbereiche deines Lebens genauer anschaust. Es geht darum zu analysieren, wie jeder einzelne Lebensbereich ausgefüllt ist und welche Tendenzen sich dort abzeichnen: was läuft gut? Was läuft schlecht?
Du machst dir bewusst, welche Lebensbereiche eher deine Akkus wieder auffüllen und wo eher die Energiefresser stecken.

Wenn du diese Analyse durchführst, erkennst du also sehr schnell mögliche Baustellen und wo ein Veränderungsbedarf besteht. Kurz gesagt: “Fühlst du dich wohl oder ist es “time to change”?
Und dann fällt es dir dank dieser Analyse auch einfach, dir darauf aufbauend neue Ziele für die einzelnen Lebensbereiche zu setzen.

Wie funktioniert das Ganze jetzt genau?

Der Kerngedanke bei diesem Tool ist es, dass deine verschiedenen Lebensbereiche in Form von Säulen dargestellt werden.
Du kannst dir also jetzt ein Blatt Papier nehmen und verschiedene Säulen aufzeichnen, die nebeneinander stehen, so wie Säulen, die ein Dach tragen.

Du kannst die Säulen aber auch als Balkendiagramm oder Spinnennetz-Diagramm darstellen.
Völlig egal, hauptsache dir gefällt`s und es spricht dich visuell an.

Im übrigen werde ich dir die verschiedenen Darstellungsarten mal handschriftlich aufzeichnen und als Dokument in die Shownotes packen. http://www.fitforleadership.ch/podcast-episode014

So, um welche Lebensbereiche handelt es sich? Wieviele dieser Säulen solltest du nun aufzeichnen?

Hierzu gibt es unterschiedliche Ansätze, und ich denke, dass du es auch sehr flexibel handhaben kannst. Als klassische Säulen werden in der Literatur immer wieder folgende 5 genannt

  1.  Arbeit und Leistung
  1. materielle Sicherheit
  1. soziales Netz und Beziehungen
  1. Körper und Gesundheit
  1. Werte und Sinn

Ich habe diese Säulen für mich selbst noch etwas angepasst und Säulen hinzugefügt. Einfach weil ich gemerkt habe, dass mir diese “klassischen” Säulen oft zu allgemein und damit auch zu viel komplex waren. Ich mag es lieber, wenn für mich ein Thema eindeutiger und klarer umrissen ist, denn dann fällt mir die Analyse auch leichter, einfach schon weil es übersichtlicher ist und die Analyse somit schneller geht.

Ok, aber welche Säulen checke ich denn nun bei mir persönlich?

Bei mir beleuchte ich folgende Säulen, sprich Lebensbereiche:

  1. Beruf
  1. Finanzen & Materielles
  1. Beziehungen/Freundschaften
  1. Familie
  1. Partnerschaft
  1. Körper und Gesundheit
  1. Sinn, Inspiration & Kreativität

Das sind also die Säulen.

Und wie funktioniert jetzt der Check?

Im Grunde ganz einfach: Ich mache mir zu jedem einzelnen Lebensbereich Gedanken und frage mich, wie ausgefüllt ich momentan die einzelnen Lebensbereiche erlebe.
Dazu stelle ich mir selbst Fragen wie:

  • Was passiert zur Zeit in diesem Bereich?
  • Wie habe ich die letzten Tage/Wochen/Monate speziell in diesem Bereich erlebt? Erlebe ich den Bereich als stabil?
  • Was läuft in diesem Lebensbereich gut? Was läuft aber auch schlecht? Wie ist hier gerade die Tendenz?

Auf Basis dieser Überlegungen komme ich dann zu einer Bewertung jedes einzelnen Lebensbereiches, und zwar auf einer Skala von 0-10:

Wie ausgefüllt bewerte ich den Bereich denn nun nach diesen angestellten Überlegungen? Ich mache das auf einer 10er Skala und definiere dabei die 10 als super zufriedenstellend.

Und dann lege ich mich also fest, ob die Säule für mich gerade eine 4, 6 oder gar eine 10 ist.

Time to change?

Ok, nun hast du die Situationsanalyse gemacht.

Jetzt kommt der nächste Schritt, bei dem du überlegst, ob du mit dem Zustand der Säulen zufrieden bist oder aber ob du etwas bei den einzelnen Säulen verändert willst, ob du bei den Lebensbereichen einen Veränderungsbedarf verspürst.

Um dies herauszubekommen, können dir Fragen helfen wie:

  • Welche Säule ist mir wichtiger als andere?
  • In welchem Bereich verspüre ich einen grossen Handlungsdruck?
  • Welchen Einfluss habe ich auf die einzelnen Säulen?
  • Was kann ich konkret zu Erhalt und Pflege in diesem Bereich beitragen?

Wenn du bei einer Säule etwas verändern willst und nicht mit der momentanen Bewertung von bspw 6 zufrieden bist, dann machst du dir Gedanken darüber und schreibst an die Säule, auf welchen neuen Wert du gerne kommen möchtest, hier zB von 6 auf 8.

Tja, und dann kommen die simplen Fragen mit der grossen Wirkung:

  • Was muss sich in dieser Säule ändern, damit ich sie mit einer 8 bewerte?
  • Welches Bild habe ich von dem gewünschten und angestrebten Zustand? Wie sieht dieser Zustand idealerweise für mich aus? Was habe ich in diesem Zielzustand erreicht und was ist dann anders?
    Und je konkreter du diese Fragen für dich beantwortet, umso besser kommst du auf Lösungsideen und kannst die Frage beantworten:
  • Was bin ich bereit ganz konkret für die Erreichung dieses Zustandes zu tun?

Das war es: So funktioniert das Selbstcoaching-Tool “Die Säulen des Lebens”. Irgendwie ganz simpel. Und irgendwie komplex. Aber wirklich sehr sehr lohnenswert.
Mit den Säulen des Lebens erhältst du eine tolle umfassende Momentaufnahme deines Lebens mit seinen verschiedenen Lebensbereichen.

Du erkennst schnell und bekommst Klarheit darüber, wo bist du zufrieden und wo bist du unzufrieden und in welchen Bereichen möchtest du etwas verändern und wie kannst du das konkret schaffen.

Fragen, die bei der Anwendung dieses Selbstcoaching-Tools immer wieder auftauchen:

  • Muss ich alle aufgeführten Fragen beantworten?
    Nein, die Fragen dienen als eine Art Leitfaden. Du kannst sie beantworten, musst aber nicht. Aber natürlich helfen sie dir dabei, ein umfassendes Bild zu bekommen.
  • Ist es denn das Ziel, dass alle Säulen auf 10 sind?
    Nein, ist es nicht unbedingt. Es kommt hier auch stark darauf an, wie du die Skala für dich selbst interpretierst. Wenn die 10 für dich eine Art Traum ist, fast unmöglich zu erreichen, aber es wäre toll diesen Zustand zu erreichen. Nun, vielleicht lebst du mal diesen Traum, vielleicht auch nicht. Insofern sagen viele Menschen, dass die 10 für sie der absolute Traum ist, aber eine 8 wäre schon sehr sehr schön.
  • Ist es nicht ein läppisches Ziel von einer 3 auf eine 4 zu kommen?
    Nein, ist es absolut nicht. Es kann ein absolut grosser Veränderungsschritt nötig sein, um von einer gefühlten 3 auf eine 4 zu kommen. Das bestimmst und definierst nur du für dich allein. Mach dir hier keinen Stress wegen der Zahlenwerte.

So, das soll es für heute gewesen sein. Ich hoffe, du hast Lust bekommen das Tool “Säulen des Lebens” mal für dich auszuprobieren. Du musst dafür auch nicht bis zum nächsten Jahreswechsel warten. Es lohnt sich durchaus, dies 2-3x im Jahr zu machen, dann kannst du auch gleich deine Fortschritte analysieren und beurteilen.

Wenn du noch Fragen hast, kontaktiere mich einfach und ich gebe dir schnell die gewünschten Infos.

Meine Bitte an dich:

Wenn dir diese Folge und mein Führungspodcast gefallen, dann überlege dir doch jetzt konkret einen guten Freund oder Kollegin, für die der Podcast auch hilfreich sein könnte.

Hast du schon jemanden im Kopf, der auch Führungskraft ist oder Führungskraft werden will?
Schick ihm oder ihr doch gleich eine Nachricht mit Hinweis und Link auf meinen Podcast “Führung kann so einfach sein”.

Ich bedanke mich bei dir für`s Zuhören, wünsche dir eine gute Zeit und ….wir sehen uns unten.
Dein Alexander

Digitalisierung und Digital Leadership

Digitalisierung und Digital Leadership: Was kommt da noch auf Führungskräfte zu?

Digitalisierung, Transformation, Digital Leadership, Agile Führung. Um diese Begriffe kommst du gerade nicht drum herum, wenn du dich mit Wirtschaft und Mitarbeiterführung beschäftigst. Kaum ein Artikel, in dem nicht wenigstens einer dieser Begriffe auftaucht.

Grund genug für mich, dass ich mir meinen Business Partner David Kaspar eingeladen habe. Er ist Executive Coach und beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Digitalisierung und deren Auswirkungen auf Unternehmen und die Art der Mitarbeiterführung.

Im Interview gehen wir auf folgende Punkte ein:

  • mit welcher Geschwindigkeit die Digitalisierung abläuft
  • wie die Digitalisierung das Produktangebot der Unternehmen beeinflusst und auch die Zusammenarbeit im Unternehmen verändert
  • was Digitalisierung an einem persönlichen Unternehmer-Beispiel bedeutet
  • was unter Digital Leadership, Agiles Führen und beidhändiges Führen zu verstehen ist und welche Kompetenzen Führungskräfte zukünftig entwickeln müssen
  • wie die Mitarbeiterführung der Zukunft aussehen könnte und wie du lernen kannst mit den neuen Herausforderungen von Digital Leadership umzugehen

Shownotes

Lust als Führungskraft ganz praktisch mehr über agile Führung zu lernen? Unser Führungsseminar LEAD Reality – Agile Führung

Infos: Q-Evolution – Davids digitales Unternehmen für Führungstrainings und Coachings

Buchtipp: The Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird

Buchtipp: Digital Leadership: Erfolgreiches Führen in Zeiten der Digital Economy

7 häufige Führungsfehler

7 Führungsfehler, mit denen du als Führungskraft besonders deine guten Mitarbeitenden vergraulst

Als Führungskraft darfst du dich freuen, wenn dein Team vor allem aus guten Mitarbeitenden besteht.
Damit die Freude aber lange anhält, solltest du regelmässig schauen, wie du gerade die guten Mitarbeiter bei der Stange hältst und an dich bindest.
Viele Führungskräfte fragen sich dann, wie sie ihre Mitarbeitenden denn zusätzlich motivieren können.

Ich möchte das Thema heute aber von einer anderen Seite angehen und dir 7 Führungsfehler verraten, mit denen du als Führungskraft besonders deine guten Mitarbeitenden vergraulst.

Hinterlass einen Kommentar und beschreibe kurz, welche Führungsfehler du persönlich kennst, um gute Mitarbeiter zu vergraulen?

Viele Grüsse. Dein Alexander

Shownotes:

Führungsausbildung in Deutschland

Facebook Fanpage

Führungsausbildung Schweiz

Podcast Folge “Sechs do`s and don`ts, die dir das Delegieren vereinfachen”

 

Blogartikel zur Podcastfolge “7 Führungsfehler, mit denen du als Führungskraft besonders deine guten Mitarbeiter vergraulst”

Hallo ich grüße dich. Schön, dass du mit am Start bist. Mein Name ist Alexander von fit.for.leadership. und dies ist eine neue Folge vom Führungs Podcast “Führung kann so einfach sein”.

Heute ist ein besonderer Tag für mich und ich möchte dir ganz persönlich recht herzlich danken, denn heute hat der Podcast zehntausend Downloads erreicht. Und das ist wirklich fantastisch. Danke vielmals, dass du zu den Zuhörern gehörst. Ich freue mich total, dass der Podcast so viel Anklang findet und es motiviert mich natürlich ungemein für die kommenden Folgen.

Ich gebe zu, dass ich Anfang des Jahres -als ich den Start des Führungspodcasts plante, da habe ich mir natürlich die Frage gestellt, wie lange mache ich das und wann ist es für mich erfolgreich? Ich konnte damals nicht genau sagen, bei welchen Zuhörerzahlen der Podcast für mich erfolgreich sein würde. Was ich aber gesagt habe ist, dass es mir auf Dauer zu wenig ist, wenn nur 40 oder 50 Leute pro Folge zuhören. Gott sei Dank und vor allem dir sei Dank: Bei 10.000 Downloads muss ich jetzt nicht mit dem Podcasten aufhören.

Ganz im Gegenteil. Ich habe schon viele neue Ideen für das kommende Jahr. Und ich hoffe, du begleitest und hörst mich auch in 2018.

Nun geht es aber los.

Das heutige Thema ist übrigens ein Abstimmungs-Sieger. Ich habe auf meiner Facebook Fanpage eine Abstimmung gemacht und zwei Themen zur Wahl gestellt.

  • 5 Führungsfehler, mit denen du besonders deine guten Mitarbeitenden vergraulst.
  • Das zweite Thema war: Das offene Geheimnis – Mitarbeiterführung nimmt niemand ernst.

Und welches Thema gewonnen hat, das weißt du ja. Deswegen geht es heute also um 7 Führungsfehler (mir sind noch 2 weitere eingefallen), mit den du als Führungskraft besonders deine guten Mitarbeitenden vergraulst.

  1. Die Herausforderung fehlt

Ganz simpel. Wenn sich gute Mitarbeitende nicht ausreichend herausgefordert fühlen, dann werden sie dich und das Unternehmen früher oder später verlassen.

Ich denke jedem Mitarbeiter ist klar, dass es nicht nur spannende Aufgaben zu erledigen gibt. Aber es sind besonders die guten Mitarbeiter, die motiviert sind, offen für Neues sind und die ein starkes Interesse daran haben, herausgefordert zu werden und neue Aufgaben zu bekommen. Es motiviert sie, sich in neue Themen einzuarbeiten, sich damit auseinander zu setzen und zu neuen Themen neue Ideen zu generieren.

Auch wenn diese guten Mitarbeitenden einen bunten Strauß an Aufgaben haben: Solange sich diese Aufgaben wiederholen und nichts Neues dazu kommt, werden sich die guten Mitarbeitenden früher oder später langweilen und sich nach externen Herausforderungen und einem neuen Job umsehen.

Dem kannst du als Führungskraft entgegenwirken, indem du den guten Mitarbeitern ein bis zwei größere Projektaufgaben pro Jahr überträgst. Dazu musst du natürlich delegieren können! Du musst also als Führungskraft auch Aufgaben abgeben, die für dich selbst spannend sind. Das ist aber ein anderes Thema und höre dir doch dazu am besten noch mal die Podcast Folge Nummer 5 an “Sechs do`s and don`ts, die dir das Delegieren vereinfachen”.

  1. Die schlechten Mitarbeitenden bekommen dasselbe Gehalt wie die guten Mitarbeitenden

Tja, was soll ich sagen? Wenn du deine guten Mitarbeiter genauso bezahlst wie die schlechten Mitarbeitenden, dann werden die guten Mitarbeiter natürlich irgendwann frustriert sein.

Du bist der Meinung, dass das bei dir nicht passieren kann, weil über die Gehälter nicht öffentlich geredet wird? Nun, meiner Erfahrung nach kennen viele Mitarbeitende das Gehalt ihrer Teamkollegen, zumindest von einigen und zumindest ungefähr.

Du fragst dich, woher die guten Mitarbeiter wissen was die schlechten verdienen?

Die Mitarbeiter lernen sich im Laufe der Zeit besser kennen, werden vertrauter und auch offener was Privates, Persönliches und damit auch was das Gehalt angeht. Irgendwann einmal fragt der eine den anderen „Was verdienst du denn eigentlich so?“ Und irgendwann wird er dann auch eine ehrliche Antwort bekommen. Oder aber man hört etwas auf dem Flur von jemand anders aus dem Team, oder man sieht durch Zufall mal einen Gehaltszettel auf dem Schreibtisch eines Kollegen liegen und schaut in einem unbeobachteten Moment darauf.

Und wenn es dann erst einmal soweit ist, kannst du dir sicher sein, dass sich die guten Mitarbeiter schnell beginnen umzuschauen, in welchen Unternehmen ihre Leistungen mehr anerkannt und finanziell angemessen honoriert werden.

Also mach du dir als Führungskraft bitte schnellstens Gedanken darüber, wie du deinen guten Mitarbeiter und Leistungsträger angemessen bezahlst.

  1. Langweilige Aufgaben, die aber schnell erledigt werden müssen, landen ausschliesslich auf dem Schreibtisch der guten Mitarbeitenden

Achtung! Nur damit wir uns richtig verstehen: Natürlich müssen anfallende Aufgaben gleichmäßig im Team verteilt werden. Und natürlich müssen auch gute Mitarbeitende langweilige Aufgaben übernehmen.

Mir geht es aber um Folgendes: wenn hoher Zeitdruck herrscht, haben viele Führungskräfte die Tendenz anfallende, einfache Aufgaben bevorzugt an die guten Mitarbeiter zu delegieren.
Dies ist ja auch verständlich. Führungskräfte delegieren in dieser Situation vor allem an die guten Mitarbeiter, weil auf diese einfach Verlass ist. Bei diesen Mitarbeitenden weißt du, dass sie motiviert sind, unter Zeitdruck schnell arbeiten können und ein sehr gutes Ergebnis erreichen.

Wenn du aber -unter hohem Zeitdruck- diese dringenden, aber auch langweiligen Aufgaben immer und immer wieder nur an die guten Mitarbeitenden delegierst, dann wird das diese schnell frustrieren. Es wird sie vor allem frustrieren, wenn dabei die Herausforderung fehlt (siehe Fehler 1) und wenn sie lediglich dasselbe Gehalt bekommen wie die schlechten Kollegen (Punkt 2).

Und daran siehst du auch, wie diese Punkte und Führungsfehler zusammenhängen. Ein guter Mitarbeiter, der sich nicht gewertschätzt fühlt, wird in dieser Situation denken:  “Interessant, hierfür bin ich gut genug. Warum geht meine Führungskraft damit nicht auch mal zum Kollegen Meyer? Der muss sich nie den Arsch aufreissen und bekommt trotzdem soviel Geld wie ich.”

  1. Worte, denen keine Taten folgen

Wahrscheinlich hast auch du mindestens einmal in deinem Arbeitsleben Sätze von deiner Führungskraft gehört wie: “Eine Prämie für Sie sollte dieses Jahr drin liegen!” oder “Wir müssen zwar sparen, aber ich werde mal schauen was ich bezüglich Gehaltserhöhung für Sie machen kann!” oder “Wenn Sie so weitermachen, ist eine Beförderung nur eine Frage der Zeit!”.
Wenn solche Äußerungen gemacht werden, dann aber keine Taten folgen, dann sind die guten Mitarbeiter schneller weg als du denkst. Das kann vielleicht ein Jahr gut gehen, dass nichts Konkretes passiert. Spätestens im zweiten Jahr macht sich aber ein guter Mitarbeiter seine Gedanken und beginnt zu zweifeln, ob er hier im Team, bei dir als Führungskraft und im Unternehmen noch richtig ist. Und allerspätestens im dritten Jahr, wenn immer noch nichts passiert ist, kannst du sicher sein, dass ein guter Mitarbeiter innerlich gekündigt hat und sich intensiv nach Alternativen auf dem Arbeitsmarkt umsieht.

Dem guten Mitarbeiter ist es dann auch egal, welches die Gründe dafür sind, dass es für ihn nicht weitergeht. Das interessiert nicht mehr. Hier interessieren nur Ergebnisse. Aus, Schluss, Punkt! Sei als Führungskraft am besten ehrlich zu diesen Mitarbeitenden. Sage offen, wenn du dich eingesetzt hast, es aber keine Lösung momentan gibt.

Setz dich aber dann auch wirklich für deine guten Mitarbeiter und ihre Interessen ein! Gibt nicht so schnell bei Geschäftsleitung und Personalbereich nach. Mache auch dort deutlich, dass du auf diese Mitarbeiter angewiesen bist und es deine Top-Performer sind.
Es sind oft die beharrlichen Führungskräfte, die also nicht aufgeben, und dann doch etwas für ihre Mitarbeiter herausholen können.
Und frage einen guten Mitarbeiter direkt danach, was er sich als Alternative vorstellen könnte. Mitarbeiter haben oft sehr konkrete Vorstellungen darüber, was für sie attraktiv sein kann.

  1. Mangelndes Lob

Als Führungskraft denkst du vielleicht, dass gute Mitarbeiter kein Lob benötigen. Warum auch? Die guten Mitarbeiter sind ja besonders motiviert, zeigen bereits vollen Einsatz und sind da, wenn du sie brauchst. Warum also solltest du solche Mitarbeiter extra loben?
Es ist ein häufig auftretender Führungsfehler, dass Führungskräfte das Lob zwar richtig als Motivationsinstrument sehen, aber dies in der Folge nur auf die schlechten oder mittelprächtigen Mitarbeiter anwenden, um diese anzuspornen.

Natürlich musst du die guten Mitarbeiter nicht extra motivieren, aber vergiss nicht, dass Lob eine Form von Anerkennung ist. Und Anerkennung bekommen auch deine guten Mitarbeiter gerne.

  1. Der Status Quo wird nicht hinterfragt

Jetzt mal ganz ehrlich! Wie offen bist du als Führungskraft, wenn deine Mitarbeiter dir Vorschläge darüber unterbreiten, wie das Team oder die Abteilung vorangebracht werden können?

Gute Mitarbeitende denken mit. Sie machen sich ständig Gedanken darüber, was verbessert werden kann, wie Strukturen und Prozesse optimiert werden können und sehen Chancen wo andere nur Schwierigkeiten sehen.
Wenn diese Mitarbeitenden nun das Gefühl haben, dass ihre Ideen von dir als Führungskraft nicht ausreichend gewürdigt werden, dann führt auch dies zu viel Frust. Ich denke, den Mitarbeitenden ist völlig klar, dass nicht jeder Vorschlag von dir als Führungskraft 1:1 umgesetzt werden kann.

Überprüfe doch aber auch dich selbst, in welchen Fällen, in welchen Situationen und bei welchen Mitarbeitenden du ein offenes Ohr hast oder wo du eher mit Ablehnung reagierst.
Natürlich können nicht jede Idee und jeder Vorschlag praktisch umgesetzt werden. Beleuchte die Vorschläge deiner Mitarbeitenden ruhig auch kritisch von allen Seiten und lasse dir Alternativen unterbreiten. Und von guten Mitarbeitern werden diese Alternativvorschläge auch kommen.

Höre dir als Führungskraft jedoch Ideen immer vorurteilsfrei an, bleibe open-minded und sorge in deinem Team für ein Klima, in dem die Mitarbeiter Freude daran haben nach Verbesserungen und Exzellenz zu streben.

  1. Es ist nicht klar, wohin die Reise geht

Gute Mitarbeitende wollen nicht einfach nur ihre Aufgaben erledigen. Gute Mitarbeitende wollen wissen, warum die Aufgaben und Aufträge, die sie bearbeiten, wichtig sind. Sie wollen wissen, wozu ihre Aufgaben und die persönlichen Ziele, die du mit ihnen vereinbart hast, gut sind und in welchem größeren Kontext diese Aufgaben und Ziele zu betrachten sind.
Ich bekomme regelmässig direkt mit, wie sich gute Mitarbeiter darüber beschweren, dass sie nicht ausreichend über die Unternehmensziele informiert werden. Diese Mitarbeiter wollen aber wissen, wohin die Reise geht. Sie wollen wissen, welchen Beitrag ihre Arbeit zum großen Ganzen leistet. Dieses Bewusstsein über die Zusammenhänge und über die Bedeutung der eigenen Tätigkeit motiviert diese Mitarbeitenden ungemein, denn für sie ist ihre Tätigkeit nicht einfach nur ein Job.

Sorge du als Führungskraft also dafür, dass du deinem Team und deinen Mitarbeitenden vermitteln kannst, wo das Unternehmen in ein, zwei oder in drei Jahren stehen will. Stelle dies in Zusammenhang mit den Zielen deines Bereiches oder deiner Abteilung sowie mit den persönlichen Zielen der einzelnen Mitarbeiter.

Wenn dir als Führungskraft die Unternehmensstrategie selbst nicht klar ist, dann gehe auf die Geschäftsleitung oder deine Vorgesetzten zu und frage aktiv danach. Du brauchst diese Information, wenn du deine Mitarbeitenden hierzu glaubwürdig und transparent informieren und die Sinn-Frage beantworten willst.

 

Das waren also die sieben Führungsfehler, mit denen du als Führungskraft besonders die guten Mitarbeiter vergraulst.
Aber bei dir mache ich mir keine Sorgen: Du wirst diese Fehler ja nicht begehen! Stimmt doch, oder?

Schreib mir doch im Kommentar oder in einer Mail, was du für einen ganz üblen Führungsfehler hältst, um gute Mitarbeitende zu vergraulen.

Lass mich nochmal kurz die von mir genannten Führungsfehler wiederholen:

  1. Die Herausforderung fehlt
  2. Die schlechten Mitarbeitenden bekommen dasselbe Gehalt wie die guten Mitarbeitenden
  3. Langweilige Aufgaben, die aber schnell erledigt werden müssen, landen ausschliesslich auf dem Schreibtisch der guten Mitarbeitenden
  4. Worte, denen keine Taten folgen
  5. Mangelndes Lob
  6. Der Status Quo wird nicht hinterfragt
  7. Es ist nicht klar, wohin die Reise geht

Wenn dich nun ganz konkrete Führungstipps interessieren und wenn du wissen willst, was im Führungsalltag funktioniert und was nicht, dann könnte meine Führungsausbildung etwas für dich sein.

In den mehrtägigen Führungsausbildungen erhältst du wichtiges Knowhow, tust etwas für deine Entwicklung als Führungspersönlichkeit und trainierst ganz praktisch wichtige Tools für deinen Erfolg als moderne Führungskraft.

Alle Infos zu den Führungsausbildungen in Deutschland und der Schweiz findest du unter www.fitforleadership.ch und in den Shownotes.

Das soll es gewesen sein. Ich wünsche dir eine gute und stressfreie Zeit. Wir sehen uns unten. Dein Alexander

Entscheidungen treffen als Führungskraft

Entscheidungen treffen als Führungskraft: Bauchgefühl oder Kopfsache – wie entscheiden?

Nachdem mir neulich nach einer Entscheidung mein Bauch immer wieder signalisierte, was er von meiner Entscheidung hielt (nämlich nicht allzu viel), wollte ich mehr darüber erfahren, wie wir Menschen uns entscheiden, was in uns passiert bis wir Entscheidungen treffen und was Kopf und Bauch dabei zu sagen haben.

Ich habe dazu etwas recherchiert und entdeckte einerseits Verblüffendes. Andererseits wurde ich bestätigt und zugleich neu sensibilisiert, was gute Entscheidungen ausmachen und worauf ich besonders achten kann um gut zu entscheiden.

Erfahre in der heutigen Podcast-Folge von „Führung kann so einfach sein“:

  • ob der Kopf oder der Bauch beim Treffen von Entscheidungen mehr zu sagen hat.
  • wie Intuition funktioniert und warum sie so wichtig ist.
  • warum wir uns jedoch auf das Bauchgefühl allein auch nicht verlassen dürfen.
  • wie Bauch und Gehirn auch physiologisch miteinander verknüpft sind.
  • auf was wir unbedingt achten sollten, wenn wir uns entscheiden.
  • ein paar Tipps für eine gute Entscheidungsfindung.

Auf wen verlässt du dich, um gute Entscheidungen zu treffen: Kopf oder Bauchgefühl?

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Viele Grüsse. Dein Alexander

Shownotes

Facebook Führung kann so einfach sein – fit for leadership

Artikel Stern: Das Geheimnis kluger Entscheidungen

Artikel Emotion: Richtig entscheiden

Artikel Das Gehirn: Entscheidend – Bauch oder Verstand?

Artikel Berliner Akzente: Schlauer als gedacht: 5 Argumente für das Bauchgefühl

Artikel Beobachter: Wie unsere Entscheide entstehen

 

Transkript/Artikel zur Podcastfolge

Hallo ich grüsse dich, Alexander hier von fit.for.leadership. und eine neue Folge von „Führung kann so einfach sein“.

Das heutige Thema lautet: Wie entscheiden als Führungskraft? Lieber auf den Bauch hören oder mit dem Kopf entscheiden?

Wie bin ich zu diesem Thema gekommen?

Vor gut 3 Wochen bin ich in eine Situation geraten, in der ich mit einem Businesspartner diskutiert habe über eine gewisse Schwierigkeit und er hat dann einen Vorschlag gemacht, wie wir das Ganze lösen können. Und ich habe dann spontan gesagt: Ja, machen wir so, passt. Und dann war es gut – aber ich habe in dem Moment schon gemerkt, dass ich nicht so richtig glücklich mit meiner Aussage war und auch nicht mit dieser Lösung. Und es hat mich dann wirklich mehrere Tage beschäftigt, diese ganze Geschichte, und ich merke jetzt, dass ich bei dieser ganzen Sache 2 Fehler gemacht habe und da werde ich am Ende noch mal drauf zurückkommen.

Jedenfalls hat mich das innerlich beschäftigt und es hat mich dann auch die Frage umgetrieben: Mensch, wieso gibt es jetzt diese Schwierigkeiten beim Entscheiden, warum ist das so unglücklich für mich gelaufen? Ich habe „ja“ gesagt, aber irgendwie war ich doch nicht zufrieden damit.

So kam ich auf den Gedanken, dass es ein cooles Thema für den Podcast sein könnte und deswegen habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht. Was schreiben denn da andere zu, was sagt denn da auch die Wissenschaft dazu und ehrlich gesagt: Es ist ein Megathema! Da kann man natürlich ganze Arbeiten darüberschreiben und das jetzt in eine Podcast-Folge zu packen fällt mir auch ziemlich schwer. Und trotzdem sind da so einige Sachen, die ich gefunden habe, die will ich euch nicht vorenthalten. Also ich finde das Wahnsinn, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt:

Bauch oder Kopf bei Entscheidungen – Da ist allein schon interessant, was unser Bauch – ausser Essensaufnahme und Verdauung- noch für Funktionen hat.

Ok, und da will euch ein bisschen daran teilhaben lassen, was ich da so gefunden habe. Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen, es gibt aber auch Tatsachen, die erforscht und akzeptiert sind.

Zunächst einmal wurde mir wieder bewusst, dass es ja nicht nur um die grossen Entscheidungen geht, sondern dass wir Menschen im Alltag ständig Entscheidungen treffen. Ob das jetzt beim Einkaufen ist, was will ich essen, was brauch ich dafür, koch ich jetzt lieber ne Suppe mit den und den Zutaten oder mach ich ne andere Suppe oder mach ich gar keine Suppe und wenn ich die Suppe mache, wie gesagt, was brauch ich dafür? Oder du stehst vor dem Regal und denkst: Oh, nehme ich lieber das Produkt X oder das Produkt Y?

Auch in einem Unternehmen muss ich ständig Entscheidungen treffen. Da kommt ein Mitarbeiter, streckt den Kopf zur Türe rein, er sagt irgendwie, he, Alexander, was ist denn mit dem und dem Fall, wie sollen wir das jetzt machen? Dann treffe ich schnell eine Entscheidung. Oder HR fragt mich: Herr Benedix, wie wollen wir da weiter vorgehen? Und wieder treffe ich eine Entscheidung.

Wir sind also ständig mit Entscheidungen konfrontiert und da geht es dann schon los mit dieser Frage: Wer trifft jetzt eigentlich die Entscheidung? Kopf oder Bauch?

Ich bin immer wieder auf die Aussage getroffen, dass wir Menschen diese vielen Entscheidungen gar nicht im Kopf verarbeiten könnten. Das Gehirn wäre überfordert und dazu unsere Reaktion zu langsam. Und hierzu gibt es viele Erkenntnisse, dass in diesen Situationen unser Bauch entscheidet und auch zur Stelle ist. Wissenschaftlich ist das belegt.
Es gibt viele Experimente und Daten die sagen, dass die meisten Entscheidungen des Menschen, es ist die Rede von 90%, gründen auf dem Bauchgefühl, das auch Intuition genannt wird. Also 90% der Entscheidungen eines Menschen beruhen auf der Intuition, auf dem Bauchgefühl. Das finde ich schon mal cool – also so im Alltag.

Interessant ist aber, dass wir Menschen dazu ein anderes Bild haben, es also ganz anders wahrnehmen.
In einer Umfrage, die ein paar Jahre alt ist, geben immerhin 30% der Befragten an, dass sie im Alltag praktisch nie Erfahrung mit der Intuition machen. Aber eben, dass ist die Selbstwahrnehmung. Die Forschungsergebnisse sagen, 90% der Entscheidungen beruhen auf Intuition.

Dieser Unterschied zwischen Selbstwahrnehmung und Forschungsergebnissen ist doch sehr bemerkenswert und lässt sich mit dem gängigen Bild erklären, dass wir Menschen uns ja als vernunftbegabt und rational betrachten. Das korrespondiert glaube ich auch mit einer anderen Befragung. Da ging es um “wichtige Entscheidungen”. Und da haben 98% der befragten Hochschulabgänger angegeben, sich bei wichtigen Entscheidungen ausschliesslich auf den Verstand zu beziehen.

Also du musst dir das mal vorstellen, fast jeder sagt dann: Nein, ich treffe wichtige Entscheidungen nur mit meinem Kopf und denke über den Sachverhalt nach. Das bedeutet andersherum auch, dass Entscheidungen aufgrund eines Bauchgefühls, aufgrund einer Intuition, das wollen anscheinend viele Leute nicht wahrhaben.

Aber kommen wir Mal zu einem anderen wichtigen Aspekt.
Wusstest du, dass Entscheidungen aus dem Bauch als solches gar nicht aus dem Bauch selbst kommen?

Entscheidungen aus dem Bauch beruhen auf der Grundlage bereits gemachter Erfahrungen. Es sind Erinnerungen, die in unserm Gehirn gespeichert werden und auf die wir zurückgreifen können. Das heisst, die Informationen sind gar nicht in unserem Organ Bauch, sondern tatsächlich im Gehirn abgespeichert, und das wird Intuition genannt. In einer bestimmten Gehirnregion sind unsere Erfahrungen, aber auch Wissen und Emotionen abgespeichert. Wir reden also vom Bauchgefühl, aber genau genommen greift unsere Intuition auf diese Informationen im Gehirn zurück.

Etwas sehr Cooles an unserer Intuition ist: Sie ist schnell. Wir nutzen also dieses Erfahrungswissen, wir nutzen gemachte Emotionen, und es dient dazu, dass wir Komplexität, also sehr komplexe Sachverhalte, schnell durchdringen und wir mit der Menge an neuen Informationen überhaupt umgehen können.
Und unsere Intuition ist ein Frühwarnsystem. Also, ich greife auf gemachte Erfahrungen und Emotionen zurück und weiss dadurch sofort: He, in dieser Situation/an diesem Fall/bei diesem Menschen da stimmt irgendetwas nicht.

Das ist doch echt cool! Und faszinierend an unserer Intuition ist: Das ist alles im Unterbewusstsein, also die Informationen sind gar nicht bewusst verfügbar, sondern unser Unterbewusstsein greift darauf zurück.

Ja, also insofern wird da auch tatsächlich glaub ich zu Recht ein Loblied auf die Intuition gesungen, allerdings ist es natürlich auch so, was wir uns immer bewusstmachen müssen: Es ist nicht der Weisheit letzter Schluss sich nun nur auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Man muss sich natürlich klar sein, dass Intuition auch fehlerhaft sein kann. Gefühle und Erinnerungen sind trügerisch. Andere Menschen kommen zu ganz anderen Ergebnissen, schätzen Situationen und Menschen anders ein.

Es gibt ja so ein paar Beispiele, die in der Literatur aufgerührt worden, die haben mich wirklich überzeugt. Nämlich z.B. wenn in Paris ein Terroranschlag ist, dann fährst du nicht mehr nach Paris bspw., weil du Angst hast. Oh, da waren jetzt gerade 2 Anschläge… Gleichzeitig setzt du dich aber in dein Auto und fährst irgendwo hin und weißt genau, dass im Strassenverkehr wahnsinnig viele Leute umkommen, bzw. dass die Gefahr mit dem Auto zu verunglücken oder ums Leben zu kommen sicherlich um einiges höher ist, als dass ich ein Terroropfer in Paris werde. Und dieses Gefühl, diese Intuition, von wegen, ach, ich fahre nicht nach Paris, tja, da haben wir dann das Bauchgefühl, was eben auch fehlerhaft sein kann.

Oder das andere Beispiel, was ich so schön fand: Wenn wir uns verlieben, die Intuition “Liebe auf den ersten Blick”, Schmetterlinge im Bauch. Da sagt dir dein Gefühl: Hey, das ist die Richtige. Und dann fragst du dich nach einigen Wochen: mhh, ob das mit uns von Dauer ist? Und reichen die Gefühle für eine grosse Liebe über Jahre hinweg und vielleicht bis zum Lebensende?… das sei mal dahingestellt.

Also Intuition scheint sehr, sehr wichtig zu sein um mit vielen Informationen, mit komplexen Gebilden umgehen zu können und trotzdem müssen wir uns immer klar sein: Ich greife da unbewusst auf meine Erinnerung, auf Emotionen zurück, aber das muss eben nicht richtig sein.

Hey, umso wichtiger ist es, beides zu berücksichtigen und zusammen zu bringen: den bewussten Vorgang, also den Verstand, und unser Bauchgefühl, die Intuition.

Das kann so ablaufen, dass mir beispielsweise meine Intuition etwas sagt und im zweiten Schritt kontrolliere ich dann ganz bewusst und rational, ob meine Intuition richtig war. Wenn ich also irgendeinen Fall vorgelegt bekomme, und mein Gefühl sagt mir: Oh, da stimmt doch irgendwas nicht. Dann sage ich mir selbst „Stop“, schaue noch mal genauer hin und überprüfe das. Ich überprüfe, ob meine Intuition da richtiggelegen hat oder ob ich da falsch lag mit meinem Bauchgefühl.

Ich glaube ganz wichtig ist es auch hier wieder, dass es nicht um Kopf ODER Bauch geht, um schwarz oder weiss, sondern die Lösung liegt wahrscheinlich wieder einmal in der Mitte. Man muss halt schauen, dass beide Seiten berücksichtigt werden. Und je nach dem, ob wir mehr zum Kopf oder zum Bauch/zur Intuition tendieren, sollten wir bei Entscheidungen den jeweils anderen Part stärker berücksichtigen.

Was passiert eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir uns entscheiden?

Das erklärt Maya Storch, Psychologin und Leitern am Institut für Selbstmanagement und Motivation, ein Spin-off an der Uni Zürich. „Steht eine Entscheidung an, erzeugt das Gehirn ganz automatisch Bilder von möglichen Zukunftsszenarien, die wie kurze Filme vor unserem inneren Auge ablaufen“.

„Diese Filme werden dann mit ähnlichen Situation aus unserem individuellen Erfahrungspool verglichen“.

Zur Erinnerung: das Ganze läuft meist völlig unbewusst und sehr schnell ab. Maya Storch: „Findet sich ein ähnliches Szenario, wird automatisch die damals damit verbundene Bewertung wachgerufen und zeigt sich dann z.B. in Form eines Kribbelns im Magen, eines Klosses im Hals oder auch eines befreiten Gefühls in der Brust“.

Wie ist das denn jetzt mit diesem Kribbeln im Magen, wo kommt das her und was passiert da genau? Nun, das hat damit zu tun, dass sich in unserem Bauch ein zweites Gehirn befindet. Es handelt sich hierbei um ein Nervensystem, das genauso aufgebaut ist wie das Gehirn, das wir in unserem Kopf haben. Und weil es wohl ziemlich viele Parallelen gibt zu unserem Gehirn im Kopf, sprechen die Wissenschaftler tatsächlich auch vom „Bauchgehirn“. Und dieses Bauchgehirn, das sorgt tatsächlich dann für diese sprichwörtlichen „Schmetterlinge im Bauch“, „etwas schlägt mir auf den Magen“, usw.

Das Interessante ist, dass es zwischen diesem Bauchgehirn und Kopfgehirn eben eine physiologische Verbindung gibt. Und in dieser Verbindung laufen dann die Kommunikationen zwischen Bauch und Kopf hin und her. 90% aller Infos, die da hin- und herfliessen, gehen eher in eine Richtung, nämlich von unten nach oben. Viele Informationen gelangen also von unten, also vom Bauch, vom Bauchgehirn, von diesem Nervensystem über den sogenannten Vagusnerv nach oben. Und so ist es tatsächlich möglich, dass Emotionen, die wir unten spüren, nach oben gelangen; dass dann sozusagen das Bauchgehirn diese Infos nach oben schickt und das Kopfhirn diese Emotionen und Empfindungen dann wie in einer Bibliothek abspeichert.

Und das ist dann das, wo wir bei Entscheidungen unbewusst als Intuition darauf zurückgreifen. Genau das hat Maya Storch gesagt: Das Gehirn sucht bei Entscheidungsprozessen erst nach ähnlichen Situationen und überprüft dann auch noch automatisch die dazu abgespeicherten und damit verbundenen Empfindungen und Bewertungen dazu und weckt diese! Das kann dann eben dieses Magengrummeln sein, aber auch die Schmetterlingen im Bauch oder der Kloss im Hals.
In der Wissenschaft werden diese Signale „somatische Marker“ genannt und als essentieller Baustein von guten Entscheidungen betrachtet.

Maya Storch sagt, dass kluge Entscheidungen von Menschen getroffen werden…
„wenn sie sowohl den Verstand als auch ihre Emotionen berücksichtigen und je nach Situation optimal miteinander in Einklang bringen“.

“Entscheidungen, die keine positiven Empfindungen und Tatendrang hervorrufen, sind in der Regel auch keine guten Entscheidungen“.

Tja, damit hat sie aus meiner Sicht Recht und so will ich auch nochmal zum Beginn der Podcast-Folge zurückkommen.
Ich habe nach meiner Entscheidung und Zusage, dass ich gesagt habe, ok, wir machen das so – ich bin dann ja wirklich mehrere Tage mit mir unzufrieden gewesen und habe gemerkt „Irgendwie passt das nicht für mich“.

Ich denke, ich habe 2 Fehler gemacht als ich mit meinem Businesspartner über eine Lösung gesprochen und die Entscheidung getroffen habe.
Der Erste ist: Ich habe nicht schon gleich zu Beginn meinem Gefühl nachgegeben und habe gesagt: Hey, irgendwie stimmt das nicht für mich.
Das Zweite ist: Ich habe leider mehrere Tage gebraucht, bis ich dazu gekommen bin, mich und meine Entscheidung wirklich immer mehr auch mit dem Kopf zu hinterfragen „Hey, warum stimmt die Entscheidung eigentlich nicht für mich?“ Erst spät habe ich nach einer Lösung gesucht bis ich sagen konnte: Das fühlt sich jetzt besser für mich an.

Aber es ist toll, dass hieraus die Podcast-Folge entstanden ist, und ich habe mich wieder sensibilisiert auf das, was bei Entscheidungen wichtig ist: Verlass dich auf deine Intuition. Schalte aber auch den Kopf ein, verbinde beides miteinander!

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Welches sind nun meine persönlichen Keypoints zum Thema „Entscheidungen treffen“?

  • Lass dich bei Entscheidungen, vor allen Dingen bei wichtigen Entscheidungen, nicht unter Zeitdruck setzen.

Nimm dir die Zeit wo es geht.
Ja, in der heutigen Zeit müssen wir sehr häufig vor allem schnelle Entscheidungen treffen.
Aber wo es nur geht, sage deinem Gegenüber: „Entschuldigung, da möcht ich einfach noch mal drüber nachdenken“ oder „Ich guck mir das noch mal genauer an, ich gebe dir in 2 Stunden Bescheid“ … oder heute Abend oder morgen Früh, wie auch immer. Wir haben gewisse Spielräume und die sollten wir auch nutzen. Leider denken wir sehr häufig, dass wir schnell reagieren müssten.

Da blinkt ne neue E-Mail auf, wir gucken und haben das Gefühl, wir müssten grad zurückschreiben.
Du gehst auf Facebook, siehst schon da blinkt irgendwie wieder rot irgendwas auf und denkst, ach ich gucke nach und schreib zurück. Und umso wichtiger ist es glaub ich immer wieder, sich so bewusst zu machen: Hey, lass dich nicht so unter zeitlichen Druck setzen. Also wir haben ja wirklich die Wahl.

Und auch wenn bei Facebook unser Spieltrieb und unser Belohnungssystem angesprochen wird, sage bewusst: Hey, nein, ich lass mich nicht unter Zeitdruck setzen, ich nehme mir bewusst nochmal Zeit, um das zu überdenken. Also lass dich, wenn es geht, nicht unter Druck setzen.

  • Nimm dir dementsprechend Zeit, Situationen noch mal durchzudenken und vielleicht noch mal eine Nacht darüber zu schlafen.

Du kennst das ja: wenn wir uns über was ärgern, dann ist es empfehlenswert nicht gleich zurückschreiben, z. B. ne E-Mail, sondern es noch mal liegen zu lassen und eine Nacht darüber zu schlafen. Und am nächsten Morgen sieht vielleicht alles ganz anders aus.

  • Lenk dich ab und mache zwischendurch auch einfach mal was ganz Anderes.

D.h. wenn ich jetzt im Büro sitze, z. B. einfach aufzustehen, dass ich in die Küche gehe und mir einen Tee mache. Dass ich versuche in der Mittagspause irgendwo mal ne Runde an der frischen Luft spazieren zu gehen, mal so um den Block gehe, einfach mal den Kopf durchzulüften.
Oder dass ich abends Sport treibe, dass ich vielleicht meinen Lieblingssong höre oder ein Buch lese oder was auch immer. Einfach mal so ablenken, was ganz Anderes machen, bevor ich mich wieder mit dieser Entscheidung beschäftige.

  • Denk nach, aber überprüfe auch deine Gefühle und dein Bauchgefühl dazu.

Stimmt die getroffene Entscheidung für dich? Also nur wenn es für dich wirklich vom Bauchgefühl stimmt, dann „ja“ sagen. Und auch andersrum:
Immer, wenn ein Bauchgefühl, wenn deine Intuition Zweifel anmeldet, dann dreh eine neue Runde, auch gedanklich. Also das heisst: Wenn Zweifel angemeldet werden vom Bauch, dann geh nochmal drüber über den Case, guck dir noch mal die ganzen Fakten an, überprüfe die nochmals und suche noch mal nach einer neuen Lösung, nach Alternativen.
Und dann überprüfe bei der neuen Lösungsidee wieder neu: Hey, wie sind denn jetzt meine Gefühle dazu, wie sieht es aus bei Alternative A? Wie sieht es bei B aus? Erst sachlich überprüfen und dann Kopf und Bauch in Einklang zu bringen, bis wirklich beides passt.

Das waren so meine persönlichen Learnings zum Thema „Entscheidungen treffen“ und ich hoffe es hat dir gefallen.

Ich würde mich freuen, wenn du einen Kommentar hinterlässt. Wie geht es dir beim Thema Entscheidungen treffen? Wie geht es dir damit, auf den Bauch zu hören? Was denkst du denn, wie du Entscheidungen mehrheitlich triffst? Intuition oder Kopf? Bauchhören oder Kopfhören?

Und ja, ich freu mich schon auf die nächste Podcast-Folge. Die werde ich auch in den nächsten Tagen schon drehen. Weil ich durch meine Erkältung – ich bin ein bisschen erkältet, ich weiss nicht ob ihr es so gehört habt – bin ich ein bisschen im Rückstand gewesen, weil ich immer gedacht hab, so näselnd will ich gar nicht aufnehmen. Das heisst, die nächste Podcast-Folge werde ich schon in den nächsten Tagen drehen und ich werde auch bei Facebook ne Umfrage dazu machen, an welchem Thema ihr als Nächstes interessiert seid. Deswegen, schau doch auch noch auf der Facebook Seite vorbei unter „Führung kann so einfach sein – fit for leadership“ und, ja, dann hören wir uns schon bald bei der nächsten Folge. Hey, danke dir fürs Zuhören, alles Gute, dein Alexander

Konfliktmanagement im Mitarbeitergespräch

Konfliktmanagement: Keine Ausraster im Mitarbeitergespräch dank SAG ES – Formel

3 Punkte sind es, die den Umgang mit Konflikten im Allgemeinen so schwierig machen.

  • Der mit Konflikten verbundene Stress: wir sind aufgeregt, verunsichert, wütend etc.
  • Bei dem ganzen Stress ist es schwierig eine Lösung zu finden.
  • Wir tun uns wahnsinnig schwer damit, Konflikte überhaupt erst einmal im Mitarbeitergespräch anzusprechen.

Dabei ist der Beginn des Konfliktgespräches entscheidend dafür, wie das Gespräch mit dem Mitarbeiter verlaufen wird. Hier werden die Weichen gestellt, ob das Mitarbeitergespräch aus dem Ruder läuft oder eine konstruktive Richtung nimmt.

Ich selbst schwöre auf die SAG ES – Formel. Sie hilft mir dabei Konflikte konstruktiv anzusprechen.

In der heutigen Podcast-Folge von „Führung kann so einfach sein“:

  • lernst du die klare Vorgehensweise der SAG ES – Formel kennen.
  • erhältst du Formulierungsvorschläge, wie du Konflikte konstruktiv ansprechen kannst.
  • zeige ich dir, warum Gefühle auch im Business ihren Platz haben können.
  • und wie die Anwendung der Formel dazu führt, dass das Mitarbeitergespräch von Anfang an lösungsorientiert verläuft.

Ich will dich dazu ermuntern, es unbedingt beim nächsten Mal auszuprobieren. Ich selbst bereite mich damit auf Gespräche vor und auch andere Führungskräfte machten nur positive Erfahrungen mit der SAG ES – Formel.

Herzliche Grüsse. Dein Alexander

Shownotes

Buch von Thomas Schmidt: Konfliktmanagement-Trainings erfolgreich leiten

 

Kurzartikel zur Podcastfolge: Konflikte im Mitarbeitergespräch konstruktiv ansprechen mit der SAG ES – Formel

Die Formel plus Formulierungshilfe:

Sichtweise schildern

z.B. „Mir ist aufgefallen, dass …“  „Ich habe beobachtet, dass …“

Auswirkungen beschreiben

z.B. „Für mich heisst das, dass …“ „Für das Team bedeutet dies, dass …“

Gefühle nennen

z.B. „Ich fühle mich …“  „Das schlägt mir auf den Magen.“ „Und das ärgert mich.“

 

Erfragen, wie der Andere die Situation sieht

z.B. „Wie sehen Sie das?“ „Wie stellst sich die Situation für dich dar?“

Schlussfolgerungen ziehen

z.B. „Wie könnte für dich eine Lösung aussehen?“ „Ich wünsche mir …“

„Ich erwarte von dir …“ „Mach jetzt xy!“

 

Ganz praktisch trainieren wir diesen und andere Tipps im Führungsseminar “Mitarbeitergespräche richtig führen”.