Der Teufel in der Armband-Uhr – Deshalb verweigern sich Mitarbeiter bei Veränderungen im Unternehmen

teufel1Heutzutage geht es in Unternehmen Schlag auf Schlag. Die Mitarbeiter haben sich noch nicht an die letzte Neuorganisation der Abteilung oder des Bereiches gewöhnt, da gibt es bereits Gerüchte über das nächste Vorhaben.

Als Führungskraft wird von mir erwartet, dass ich die Emotionen meiner Mitarbeitenden einschätzen (Stichworte: emotionale Achterbahn im Wandel/Change) und diese berücksichtigen kann. Am Ende soll ich meine Mitarbeiter natürlich dazu bringen, das Neue auch wirklich zu tun und im Arbeitsalltag umzusetzen.
Aber warum kommt es bei Veränderungen immer wieder zu heftigsten Widerständen?
Warum sträuben sich Mitarbeiter, obwohl die angedachten Veränderungen doch “objektiv” und für jeden “vernünftig denkenden” Menschen nur Vorteile mit sich bringen?
Warum fällt es Mitarbeitern so schwer, die neuen Methoden und Vorgehensweisen anzuwenden und einzusetzen?
Ich möchte mit einer kleinen Erzählung für diese natürlichen Reaktionen von Menschen auf Veränderungen im Unternehmen um Verständnis werben und Führungskräften aufzeigen, dass eben diese bewussten und unbewussten Widerstände etwas sehr Mächtiges und manchmal Teuflisches ist, das tief in uns verankert ist.

Der Teufel in der Armband-Uhr

Vor einigen Wochen unternahm ich mit unserer Tochter einen Spaziergang. Es war heiss, Wind war nicht zu spüren und unsere Tochter ging sehr langsam, obwohl der nächste Schatten schon lockte.
Plötzlich hatte ich das Bedürfnis, meine Uhr mit ihrem Metallgehäuse abzulegen. Ich kann im Nachhinein nicht mehr erklären, was der Anlass dafür war.Was tat ich also?Ich nahm die Uhr vom linken Handgelenk ab und wollte sie in die Hosentasche stecken, folgte jedoch einem Impuls und trug sie neu am rechten Handgelenk.

Die Uhr am rechten Handgelenk tragen? Komisches Gefühl. Ganz ehrlich.
Ich sagte mir: “Komm, nimm sie lieber ganz ab und stecke sie einfach in die Hosentasche!”

Unglaublich: war das wirklich dieselbe Uhr?
Meine Lieblingsuhr erschien mir wie durch eine Teufelei auf einmal zu schwer und zu klobig. Einfach unbequem. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Uhr auf dieser für mich ungewohnten Seite keine fünf Minuten tragen könne.

»Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen; man muss sie die Treppe hinunter boxen, Stufe für Stufe.«
– Mark Twain –

Ich musste geradezu dagegen ankämpfen, die Uhr nicht gleich wieder vom rechten Handgelenk abzunehmen. Verflixte Uhr!

Lange Rede, kurzer Sinn:

Mit der Zeit wurde es besser, zumindest weniger schlimm. Ich nahm mir vor, die Uhr bis zu unserer Rückkehr zum Ausgangspunkt auf der ungewohnten rechten Seite zu tragen und habe es tatsächlich “ausgehalten”. Es war aber ein echter Kampf und ich habe unzählige Male die Uhr angefasst und war nahe dran, die Uhr rechts wieder abzunehmen.

Mein Fazit:
Wie kann ich mich bei meinen Mitarbeitern über Widerstände gegenüber Veränderungen wundern, wenn mir schon der Wechsel des Handgelenkes beim Uhrentragen solche Mühe bereitet?
Widerstände sind etwas Natürliches und wir als Führungskräfte müssen diese ernst nehmen und akzeptieren.

Und wann besiegen Sie Ihren ganz persönlichen Teufel und tragen Ihre Uhr mal für drei Stunden am anderen Handgelenk?

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie als Führungskraft bei notwendigen Veränderungen souverän auftreten, kommunizieren und mit Widerständen umgehen?

Dann freue ich mich auf Ihren Anruf unter +41 (0) 71 672 49 30

Info-Link zum Führungskräfte Training

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