Geben Sie ungeliebte Arbeiten endlich ab

Auf den ersten Blick ist es unverständlich, dass Führungskräfte zwar rund um die Uhr ausgelastet und beschäftigt sind, auf der anderen Seite jedoch ihren Mitarbeitenden viel zu selten Aufgaben delegieren, also abgeben.

Erfahren Sie, wie Ihnen bereits sechs Do`s and Don`ts das Delegieren erleichtern!

Bitte erinnern Sie sich: Delegieren heisst ja letztendlich nichts anderes, als dass ich meine Mitarbeitenden für mich arbeiten lasse.

Sie als Führungskraft entlasten sich von Routineaufgaben, damit Sie mehr Zeit für ihre Führungsaufgaben bekommen. Sie dürfen und müssen sogar Aufgaben abgeben, sonst enden Sie noch als überbezahlter “Edel-Sachbearbeiter”.

Und, haben Sie als Führungskraft an dieser Stelle bereits ein schlechtes Gewissen? Ihnen ist es unangenehm, dass Sie Ihren Mitarbeitenden Aufgaben abgeben sollen, die Ihnen selbst vielleicht keinen Spaß machen?

Meine Güte, stellen Sie doch einfach mal folgendes kleines Gedankenexperiment an:
Sie übertragen Ihrem Mitarbeiter also tatsächlich eine Aufgabe, die Ihnen selbst wirklich null Freude macht und dem Mitarbeiter … macht sie Spass! Doch, ihm oder ihr macht sie Spass. Der Mitarbeitende geht in der Aufgabe auf, er fühlt sich herausgefordert, denn mit diesem Aufgabenbereich hatte er noch nie zu tun. Er ist also voll motiviert bei der Sache und bringt viele gute Ideen ein.

Für Sie ein alter Hut, für Ihre Mitarbeitenden neu und reizvoll
Die Delegation hat Vorteile für alle Seiten:

  • Sie nutzen die Kompetenz Ihrer Mitarbeitenden.
  • Sie motivieren sie, indem Sie Verantwortung übertragen.
  • Sie entwickeln Ihre Mitarbeitenden durch herausfordernde Tätigkeiten, die diese aktuell vielleicht noch nicht lösen können.
  • Sie signalisieren, dass Sie Vertrauen in Ihre Mitarbeitenden haben.
  • Unter dem Strich entlasten Sie sich selbst und haben Zeit für so wichtige Dinge wie Mitarbeiterführung.

Sechs Do’s and Don’ts, die das Delegieren vereinfachen

Dont`s

– Erledige nichts, was du auch an deine Mitarbeitenden delegieren könntest.
Merke: Es besteht die Gefahr, sich zu verzetteln.

– Nimm dich selbst nicht so wichtig.
Merke: Hüte dich vor Perfektionismus und der Idee, dass nur du alles im Griff hast und es als einziger richtig machst.

– Habe keine Angst davor, auch interessante Aufgaben abzugeben.
Merke: Die Mitarbeiter werden es dir danken, wenn sie sehen, dass du abgeben kannst, loslässt und ihnen Vertrauen schenkst. Im ersten Moment wirst du das Gefühl haben, dass du etwas verlierst, nämlich interessante Aufgaben. Danach wirst du aber schnell merken, dass du nicht nur Zeit hast für neue Dinge und Projekte, sondern auch die Motivation deiner Mitarbeiter markant gestiegen ist.

Do`s

– Habe Geduld, wenn der Mitarbeiter eine Aufgabe noch nicht zu deiner Zufriedenheit erledigt.
Merke: Der Mitarbeiter lernt und entwickelt sich. Wenn du ihm etwas beibringst und er etwas lernt, dann ist dies eine lohnende Investition.

– Mache dir vorab Gedanken, was genau du delegieren willst und welcher Mitarbeitende die Aufgabe und Verantwortung übernehmen soll.
Merke: Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich. Überlege dir also vorab, ob der Mitarbeiter die notwendigen Kompetenzen besitzt und ob er Unterstützung benötigt. Frage dich, welche Entscheidungsbefugnisse du übertragen willst, wo ggf. Grenzen liegen und wann und wie häufig du informiert und auf dem Laufenden gehalten werden willst.

– Lass dich nicht so leicht von der Delegation abbringen, nur weil der Mitarbeiter sagt, er sei überlastet.
Merke: Rede, rede, rede. Frage nach und lass dir aufzeigen, welche Aufgaben er derzeit bearbeitet, wieviel Zeitaufwand er für die einzelnen Aufgaben einplant und wo seine Prioritäten liegen. Nimm eine eigene Einschätzung vor, ob die neue Aufgabe noch Platz hat oder nicht.

 

Fazit:

Delegieren ist weder einfach noch schnell gemacht. Damit Delegation als Führungsinstrument funktioniert und wirkt, brauchen Sie als Führungskraft eine gute Vorbereitung, Zeit für die Übergabe an den Mitarbeiter und vor allem die Bereitschaft sich diese Zeit im Führungsalltag zu nehmen und loszulassen.

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